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Gemeindebrief Sommer 2011

Lübbecker Gemeindebrief Sommer 2011
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" Mutter der Kindergärten"

Thumbnail image100 Jahre Schatzinsel

VON NILS BEINKE

Lübbecke. Diakonisse Laura Buschmann würde Augen machen. Seit sie vor 100 Jahren die „Kinderbewahranstalt“ in Lübbecke eröffnete, hat sich einiges geändert. Nun spielen, lernen und singen die Kleinsten in der Kindertagesstätte „Schatzinsel“ und feierten jetzt dort den runden Geburtstag der Einrichtung mit Eltern und Freunden.

Auf dem Oberdeck des hölzernen Piratenschiffs im Sandkastenmeer des ev.-luth. Kindergartens steht Pfarrer Eckhard Struckmeier und verkündet stolz, dass „so ein 100. Geburtstag etwas Besonderes ist. „Damit ist die ‚Schatzinsel’ die Mutter der Kindergärten in Lübbecke“. Wie wichtig eine beständige Kindergartenarbeit ist, weiß auch Kreisdirektorin Cornelia Schöder: „Gerade heutzutage sind viele Eltern berufstätig, daher werden diese Einrichtungen gebraucht.“

Auch wenn Bürgermeisterin Susanne Lindemann in ihrer frühen Kindheit nicht in den Kindergarten gegangen ist, weiß sie genau worauf es den Kindern ankommt: „Der Spaß darf nicht zu kurz kommen“. Schon gar nicht bei einer Jubiläumsfeier zum 100-jährigen Bestehen. Deswegen haben sich die Erzieherinnen viele witzige Stationen ausgedacht, vom Schubkarrenrennen bis zum Kinderschminken. Für Party-Stimmung sorgte die Tanzschule Hull indem sie die Kinder zu Tanz- und Singspielen animierte: „Aramsamsam, gulli gulli!“, schallte es aus den Kinderkehlen. Der Kinder-Künstler „TAC“ verzauberte ebenfalls musikalisch die Herzen der Kleinsten.

Während die Kleinsten mit Spielen bestens beschäftigt waren, hatten die Erwachsenen Zeit einen Blick auf die Ausstellung zu werfen. Christel Droste hatte dazu aus dem Stadtarchiv einige alte Bilder zusammengetragen. Die Fotos zeigen frühere Erzieherinnen wie „Tante Emmy“ Flüslöh oder die erste Leiterin, Diakonisse Laura Buschmann. „In den 100 Jahren hat sich einiges verändert“, verrät der heutige Kindergartenleiter Sven Harter und meint dabei nicht nur die Pädagogik. „Ab 2009 nehmen wir die ersten 2-jährigen auf.“, fügt er hinzu und flachst: „Mal sehen, was die nächsten 100 Jahre noch so bringen“.

aus: NW vom 2.9.2008