Gemeindeversammlung 2009
Zwei informative Stunden über Neues aus der Gemeinde
Zunächst wurde eine Haushaltsübersicht für 2009 präsentiert, die in gewohnt akribischer Art und Weise von Finanzkirchmeister Dieter Hovemeyer vorbereitet worden war; ein in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichener Haushalt in Höhe von 615.889,00 € wurde dem zahlreich erschienenen Publikum vor Augen geführt und erläutert. Allerdings geht die Rechnung nur auf, wenn das erwartete Spendenaufkommen von 32.150,00 € auch wirklich eingeht! Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass große Projekte als konzertierte Aktion und in Gemeinschaftsleistung durchgeführt werden konnten und auch in Zukunft auf die Verlässlichkeit der Spender und Spenderinnen Verlass sein wird. DANKE!
Bemerkenswert sind die Veränderungen im Wesentlichen auf Grund der demografischen Entwicklung: von den im Jahre 1994 76.000 Gemeindegliedern im Kirchenkreis Lübbecke gibt es im Jahre 2008 noch 70.000; entsprechend stellt sich die Entwicklung in der Kirchengemeinde Lübbecke dar: von im Jahre 1990 noch 10500 Gemeindegliedern sind es 2008 8300. Im Jahr 2008 sind auch 103 Kirchenaustritte zu verzeichnen.
Als nächstes wurde ein Überblick über den Gebäudebestand und –zustand gegeben, wobei Baukirchmeister Eyke Blöbaum erhebliche Rückstände in der Bauunterhaltung reklamierte. Der Gebäudebestand soll zukunftsfähig gemacht werden, die eigenen Räume sollen erhalten werden; eine Konsolidierung diesbezüglich hat es durch die Abgabe des Matthäus-Gemeindehauses gegeben.
Auch das Gebäude „Die Brücke“, Kapitelstr. 9, wird von der Kirchengemeinde an die Diakonie (Erbpacht) abgegeben, eine weitere Befreiung von Lasten! Zukunftsorientiertes Nachdenken und Umsetzen sind gefragt bei verantwortlicher Energienutzung (Licht, Wärme
u. a.), schwerpunktmäßig muss in den Pfarrhäusern daran gearbeitet werden. Einige – nicht auf den ersten Blick sichtbare – Renovierungen sind durchgeführt worden, u. a. die Heizungserneuerung im Thomas-Gemeindehaus und in der Kindertagesstätte Beethovenstraße und die Sanierung der Wasserleitungen im Andreas-Gemeindehaus. Verbesserungen an der Beschallungsanlage in der St.-Andreas-Kirche sind in Arbeit.
Das „zweite Standbein“ unserer Kirchengemeinde, das Thomas-Gemeindehaus, soll erhalten bleiben und deshalb auch eine Sanierung (Dämmung, Außenanstrich) erfahren. Außerdem ist geplant, das Außenmauerwerk der St.-Andreas-Kirche (Fugen, Risse, Fenster u. a.) zu sanieren sowie das über 200 Jahre alte Fachwerk am Gebäude Pfarrstr. 2 zu überarbeiten. Geplant ist auch die Sanierung (Reinigung, Stimmung u. a.) der Orgel, über behindertengerechte Veränderungen im Kirchraum wird nachgedacht; mit anderen Worten: es geschieht einiges an verschiedenen „Baustellen“, und der Baukirchmeister versäumte nicht, sich auch bei den Menschen zu bedanken, die mit Geld- und Sachspenden einiges möglich gemacht haben (z. B. neue Gardinen und eine neue Küche im Andreas-Gemeindehaus), besonders aber bei unserem Küster Andreas Niermann und seiner Frau, die mit Rat und Tat wertvolle Hilfe leisten.
Seit neuestem wird auf eine Initiative von Lübbecker Bürgern hin der Kirchturm der St.-Andreas-Kirche beleuchtet, weder Installation noch Betrieb kosten die Kirchengemeinde etwas, sie profitiert allerdings ebenso davon wie die Stadt Lübbecke – ein schöner Anblick in den Abendstunden!
Bezogen auf das Thomas-Gemeindehaus hielt Pfarrerin Sabine Heinrich einen Rückblick auf ein Jahr mit erfolgreich geleistetem, ehrenamtlichem Küsterdienst. Sie drückte ihre Dankbarkeit dafür aus, dass der Beschluss, das Thomas-Gemeindehaus zu erhalten, gefasst wurde und dass sich etliche Menschen gefunden haben, um die anfallenden Arbeiten zu erledigen. Pfr’in S. Heinrich freut sich auf die weitere Zusammenarbeit „mit Menschen mit mitfühlendem Herzen und mitspendender Hand“.
Beim Sommerfest wurde Bärbel Klinker als nebenamtliche Kirchenmusikerin verabschiedet, in die Nachfolge sind Johanna Meyer und Simon Obermeier getreten, deren „Amtseinführung“ am Sonntag, 25.01.2009 im Thomas-Gemeindehaus gebührend gefeiert wurde.
Informationen zum Andreas- und Matthäus-Bezirk wurden vom Presbyteriumsvorsitzenden Pfarrer Eckard Struckmeier gegeben, dem im Übrigen auch in bewährter Weise die Moderation des ganzen Abends oblag. Er bat um Fürbitte für den seit Oktober erkrankten Pfr. Jürgen Giszas, der in unserer Kirchengemeinde seinen Dienst mit einer halben Stelle versieht. Pfr. Eberhard Helling ist ebenfalls teilzeitbeschäftigt in unserer Gemeinde, da er mit einer halben Stelle an das Landeskirchenamt in Bielefeld „ausgeliehen“ ist.
Eine große Enttäuschung stellt die Tatsache dar, dass sich der Kindergottesdienst-Mitarbeiterkreis aufgelöst hat, nachdem der Besuch des Kindergottesdienstes fast zum Erliegen gekommen war und auch eine Einladungsaktion keine Kinder „gelockt“ hat!
2008 ist in Lübbecke der Familienzentrumsverbund „MOSAIK“ gegründet worden, in dem sich 7 Kindertagesstätten zusammengeschlossen haben, darunter die 3 evangelischen KITAs Beethovenstr., „Regenbogen“ Lessingstr. und „Schatzinsel“ Wittekindstr., „Wilde Wiese“ (Parität), „Miteinander“ Kutscherweg (DRK), KITA des Kreises Wittekindstr. (Kr. Mi-Lk) und die Additive KITA „Sonnenschein“ Martinstr. (WuB „Wohnen und Begleiten“, Einrichtung der Lebenshilfe Lübbecke). Im Familienzentrumsverbund MOSAIK wird der Auftrag wahrgenommen, dass sich alle Beteiligten aktiv in das Gemeinwesen einbringen und gestaltend an der Zukunft von Kindern und Familien mitwirken. Das Besondere ist, dass dieses der größte trägerübergreifende Familienzentrumsverbund in NRW ist! Im Oktober 2008 wurde der Verbund mit dem Gütesiegel des Landes NRW mit der Bewertung „Herausragende Qualität“ für seine Arbeit ausgezeichnet. Glückwunsch!
Im Jahr 2009 wird ein Trägerverbund aller evangelischen Kindertageseinrichtungen auf Kirchenkreisebene neu gebildet, da die Rahmenbedingungen (Kibiz) immer schwieriger werden; im Verbund kann beispielsweise Personal besser eingesetzt werden. Hoffentlich wird das eine gute Lösung für die Kinder, Eltern und Erzieherinnen sein!
Der Leiter des Jugendzentrums Bodo Borchard stellte die aktuelle Situation der Jugendarbeit der Kirchengemeinde Lübbecke dar. Jedes Jahr werden neue Mitarbeiter gewonnen, es gibt ein sehr lebendiges Team, das erfolgreich ein großes Kinderzeltlager „Sommercamp 2008“ mit 180 Kindern und 45 Mitarbeitern in Alswede veranstaltet hat.
Neu ist ebenfalls, dass sich der CVJM aus Überlastungsgründen von seinem Mitteilungsblatt „JAMBurger“ getrennt hat. Stattdessen wird jetzt zweimal im Jahr ein „Flyer“ mit den wichtigsten Informationen erstellt und außerdem auf die Internetseite (www.CVJM-Luebbecke.de) verwiesen, wo jederzeit alle Neuigkeiten abgerufen werden können.
In Planung ist ein Netzwerk für offene Jugendarbeit auf Kirchenkreisebene angebunden an den CVJM Lübbecke. Ansprechpartner ist Bodo Borchard, weil hier das einzige Jugendzentrum ist, das eine große „Offene Tür“ (6 Tage geöffnet) hat.
Eingeladen wurde zum „Winterabend im Feuerschein“ am 24.01.2009 rund um die kirchlichen Gebäude (Jugendzentrum u. a.); der Aufwand, diese Veranstaltung weiterhin auf dem Blasheimer Markt durchzuführen, wurde witterungsbedingt zu groß.
Im Rahmen der Vorschau auf 2009 stellte Pfr. E. Struckmeier die gemeinsame Passionsaktion der Kirchengemeinden Blasheim, Gehlenbeck, Lübbecke und Nettelstedt „aufgeKREUZt“ vor: vorgegebene hölzerne KREUZ-„Rohlinge“ werden von Gemeindegliedern gestaltet und in einer anschließenden Ausstellung an verschiedenen Orten des Kirchenkreises präsentiert. Handzettel informieren noch genauer.
„ Auf dem Weg zur Johannespassion“ (Aufführung am 29.03.2009) wird es drei Stationen geben: 10.03.2009 Biblische Mahlzeit, 17.03.2009 Lesenacht – Johannesevangelium, 24.03.2009 Einführung in die „Johannespassion“ von J. S. Bach (theol. Vizepräses Dr. Hoffmann).
Und zum Mitmachen „Mit Christus unterwegs“ auf dem Ökumenischen Pilgerweg 2009 vom 10.-14.06.2009 wurde eingeladen. Handzettel liegen in der Kirche und im Gemeindehaus aus.
Kreiskirchenkantor Heinz Hermann Grube berichtete über die Veränderungen in der Kinderchorarbeit infolge der Einführung der offenen Ganztagsschulen. Der Schulbetrieb weitet sich immer mehr in den Nachmittag aus, daher wird die Kinderchor-Nachwuchsarbeit jetzt auch in Kooperation mit den Schulen in allen Ortsteilen veranstaltet, eine neue Herausforderung: „Man muss sehen, dass man Kantor bleibt“ (O-Ton Grube).
Pfr. E. Struckmeier wies auf die zunehmende Zusammenarbeit in der Region hin, die auch in Zukunft weiter intensiviert werden wird, nicht zuletzt aus finanziellen Gründen (z. B. gemeinsame Gottesdienste – auf dem Hünenbrink / am Himmelfahrtstag u. a.). Auch die Pfarrstellenplanung findet zukünftig in der Region (Blasheim 1, Gehlenbeck 1, Lübbecke 2,5 und Nettelstedt 0,75) statt. Jede Veränderung muss gemeinsam abgestimmt werden.
Zur Form und zum Inhalt des Neujahrsempfangs 2009 wurden von Uschi Kühn und Barbara Hunke
einige konstruktive Kritikpunkte und Anregungen vorgetragen, über die nachgedacht und gesprochen werden muss (zu viele Beiträge, zu wenige Kommunikationsmöglichkeiten u. a.)
„ Wir möchten doch eine einladende Gemeinde sein, in der man sich willkommen fühlen sollte!“
Mit Gebet und Segen wurde die versammelte Gemeinde in einen friedlichen Feierabend verabschiedet.
Dorothea Hasse

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